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STAPLER

Suva-anerkannte Staplerfahrschule

Gesetzliche Grundlagen in der Schweiz

Das Bedienen von Flurförderzeugen (Stapler) gilt in der Schweiz als Arbeit mit besonderen Gefahren. Gemäss der Verordnung über die Unfallverhütung (VUV Art. 8) darf der Arbeitgeber solche Arbeiten nur Arbeitnehmern übertragen, die dafür entsprechend ausgebildet sind.

In dem Urteil des EVG vom 29. Juni 1994  wurden die Anforderungen an die Staplerfahrerausbildung konkretisiert. Basierend auf diesem EVG-Urteil werden geeignete Ausbildungseinrichtung von der Suva auditiert und bei Erfüllung aller Anforderungen, als Staplerausbildungzentren anerkannt.

Flurförderzeuge - die Kategorien

Wir bieten Grund- und Zusatzkurse für folgende Kategorien an:

Deichselgeräte:

 

Elektro-Hubwagen, Elektro-Deichsel-Hubwagen,
Elektro-Deichselstapler mit oder ohne Mitfahrplattform
Komissionierer und Schlepper

Gegengewichtstapler:

 

Gabelstapler, Gegengewichtstapler mit Frontsitz
elektrisch oder thermisch angetrieben

Schubmaststapler:

 

Quersitz-Schubmaststapler, Hochregalstapler, Vertikal- und Hochhubkommissionierer, Mehrwegstapler und Vierwegstapler

Seitenstapler:

 

Seitenstapler mit quer zur Fahrtrichtung verschiebbaren Mast und Ladebrücke

Teleskopstapler:

 

Teleskopstapler, Telehandler, Teleskoplader
mit Lastgabel, Schaufel, Greifer u.w.

Aufbau der Ausbildung

Grundsätzlich muss in der Schweiz zwischen zwei Arten von anerkannter Ausbildung unterschieden werden:

  • Allgemein anerkannte Ausbildung in einem Suva anerkannten Ausbildungszentrum (in der ganzen Schweiz gültig)
  • Betriebsinterne Ausbildungen durch einen ausgebildetetn Instruktor sind nur für den jeweiligen Betrieb gültig

Die in der ganzen Schweiz gültige Ausbildung ist modular aufgebaut. Das heisst, dass ein angehender Staplerfahrer als erstes einen Grundkurs (2 Kategorien; üblicherweise Gegengewicht- und Schubmaststapler) absolviert.

  • Der Grundkurs für Personen ohne Erfahrung (z.B. Neueinsteiger, Lehrlinge) dauert 4 Tage.
  • Der Grundkurs für Personen mit Erfahrung im Umgang mit Maschinen (z.B. Traktorfahrer, Baumaschinenführer, LkW-Fahrer) dauert 2 Tage.
  • Personen mit einem ausländischen Staplerführerausweis, können in unserem suva-anerkannten Ausbildungszentrum in einen eintägigen Anerkennungs-Kurs die Fahrerlaubnis (analog dem Grundkurs) für die entsprechenden Kategorien erwerben.

Der nach erfolgreichem Abschluss ausgestellte Ausweis ist für die entsprechenden Kategorien gültig und wird in der gesamten Schweiz anerkannt. Bei Bedarf können eintägige Zusatzkurse besucht werden. Pro Kurstag kann so die Fahrerlaubnis für jeweils eine weitere Kategorie (bspw. Seiten- oder Teleskopstapler) erworben werden.

 

Grafik Stapler Schulungsaufbau.png

Ergänzende Instruktion im Betrieb

Die Staplerfahrerausbildung in einem Suva-anerkannten Ausbildungszentrum entspricht einer Grundausbildung und ist entsprechend den spezifischen Gefahren im Betrieb zu ergänzen:

  • Im Betrieb ist für den Einsatz von Staplern eine Gefahrenermittlung durchzuführen. Die Staplerfahrer sind über die festgestellten Gefahren zu informieren und über die Massnahmen zu deren Verhütung zu instruieren.
  • Werden im Betrieb Stapler eingesetzt, die sich in der Bedienung und Handhabung vom Schulfahrzeug wesentlich unterscheiden, so ist im Betrieb für die betroffenen Staplerfahrer eine Instruktion erforderlich. Diese Instruktion hat nach den Angaben des Herstellers anhand der Betriebsanleitung zu erfolgen.
  • Die betriebliche Instruktion ist in regelmässigen Abständen zu wiederholen.
  • Die Instruktion ist von einer befähigten Person mit dem notwendigen Fachwissen durchzuführen und im Betrieb schriftlich festzuhalten.

Teilnahmebedingungen

  • Mindestalter 18 Jahre
    Für Jugendliche ab 15 Jahren können im Rahmen der beruflichen Grundbildung Ausnahmen vorgesehen werden (Jugendschutzverordnung: Art. 4 Abs. 4 ArGV5)
  • körperliche Eignung (gutes Seh- und Hörvermögen, körperliche Beweglichkeit, gutes Reaktionsvermögen)
  • psychische Eignung (kein Substanzmissbrauch und keine Einnahme von beeinträchtigenden Medikamenten)
  • Verständnis für technische und physikalische Zusammenhänge
  • zuverlässige, verantwortungsbewusste und umsichtige Handlungsweise
  • ausreichende Deutschkenntnisse (GER Niveau B1): Kenntnisse im Lesen von einfachen Texten und Tabellen; sich sprachlich klar und unmissverständlich verständigen können
    Die Unterrichtssprache ist Deutsch; Schriftliche Prüfungen liegen in Deutsch vor.
  • Besitz von eigenen Sicherheitsschuhen (müssen während der praktischen Ausbildung getragen werden)

 

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